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Internetreserve für Praxen

Starlink als Internetreserve für Arztpraxen

Ein zusätzlicher Weg ins Internet, wenn lokale Leitungen oder Mobilfunk nicht verfügbar sind.

Einsatz in der Praxis

Passt es zu Ihrer Praxis?

Starlink kann die Abhängigkeit von der örtlichen Festnetz- und Mobilfunkversorgung reduzieren. Damit die Praxis bei Stromausfall weiter online arbeiten kann, müssen Terminal, Netzwerktechnik und notwendige Praxis-IT mit Energie versorgt werden. Eine Garantie für einen längeren, flächendeckenden Stromausfall ist das nicht.

Vor dem Einsatz klären

  • Freie Sicht und sichere Montage am Praxisstandort?
  • Geeignete Hardware und erlaubte geschäftliche Tarifnutzung?
  • Firewall, VPN, Telefonie, PVS und TI über den Ersatzweg getestet?
  • Gemessene Gesamtlast und sichere Stromversorgung für die gewünschte Dauer?
  • Zuständigkeit, Support und Offline-Ersatzablauf festgelegt?

Technik im Überblick

System
Satelliteninternet mit Terminal am Standort
Modelle im Vergleich
Mini und Standard 4 / 4 X
Mini, durchschnittlicher Verbrauch
Hilfe: 20–40 W; Datenblatt: 25–40 W
Standard 4 / 4 X, durchschnittlicher Verbrauch
75–100 W laut Hersteller-Hilfe
Praxisnetz
Anschluss über abgestimmte Router- und Firewall-Konfiguration
Stromreserve
Separat zu planen; nicht pauschal im Terminal enthalten
Kosten
Aktuelles Angebot für Hardware, Tarif und Einrichtung prüfen
Recherche
22.10.2026; keine automatische Aktualisierung

Satellitenzugang als Baustein der Internetreserve

Starlink verbindet ein Terminal an Ihrem Standort über Satelliten mit dem Internet. Ein lokaler DSL- oder Mobilfunkzugang wird dafür nicht als Zuführung benötigt. Abhängig bleiben Sie von der Stromversorgung, freier Sicht, dem Tarif und dem Anbieternetz. Satelliten, Bodeninfrastruktur, Steuerung und weitere Internetdienste können ebenfalls gestört sein. Eine Zusage für einen flächendeckenden, mehrtägigen Blackout lässt sich daraus nicht ableiten.

Diese Seite stellt die Produktfamilie für die Planung vor. Sie ist kein fertig dimensioniertes Praxis-Komplettpaket und keine Bestätigung einer Partnerschaft mit Starlink.

Mini oder Standard: welche Ausführung passt?

Prüfpunkt Mini Standard 4 / 4 X
Schwerpunkt der Auswahl Kompakte Ausführung und geringerer Energiebedarf als möglicher Vorteil für eine mobile Reserve. Alternative für eine vorbereitete Installation; Hardware und Tarif für den Standort auswählen.
Durchschnittlicher Strombedarf Hersteller-Hilfe: 20–40 W; Mini-Datenblatt: 25–40 W. Hersteller-Hilfe: 75–100 W.
Stromplanung Angaben für Anschlüsse, Netzteil und Kabel der konkreten Hardware beachten. Wegen höherer durchschnittlicher Last entsprechend mehr Energie vorsehen.
Entscheidend Anwendungen, Sichtverhältnisse, Anschluss an die Praxis-Firewall, Stromreserve und unterstützte Hardware-/Tarifkombination praktisch prüfen.

Für Mini beschreibt das Datenblatt einen integrierten WLAN-Router, einen Ethernet-Anschluss, manuelle Ausrichtung mit Softwareunterstützung und ein Sichtfeld von 110°. Für eine USB-C-Versorgung nennt es ein passendes Zubehörkabel und mindestens USB-PD 100 W bei 20 V / 5 A. Das ist eine Anforderung an die Stromquelle, nicht der durchschnittliche Verbrauch. Eine beliebige Handy-Powerbank genügt deshalb nicht automatisch.

Was die Praxis zusätzlich benötigt

  • Einen sicheren Montage- oder Aufstellort mit freier Sicht und zulässiger Leitungsführung.
  • Eine passend konfigurierte Firewall beziehungsweise einen Router mit den benötigten Ersatzanschlüssen.
  • Die geplante Stromversorgung einschließlich Netzwerk und benötigter Praxis-IT.
  • Einen geeigneten, betriebsbereiten Tarif mit ausreichend Daten und vereinbartem Support.
  • Ein dokumentiertes Verfahren für Ausfall, Wiederanlauf und Tests.

VPN, öffentliche IP und Praxisanwendungen

Starlink verwendet standardmäßig unter anderem CGNAT für IPv4; eingehende IPv4-Verbindungen sind damit nicht ohne Weiteres möglich. Für Local und Global Priority beschreibt Starlink eine optionale öffentliche IPv4-Adresse. Diese ist keine zugesicherte dauerhaft statische IP. Öffentliche Erreichbarkeit sollte nicht ohne konkreten Bedarf aktiviert werden. Prüfen Sie mit der IT-Betreuung ausgehende VPN-Tunnel, IP-Freigabelisten, IPv6 und die Wiederverbindung nach dem Anschlusswechsel.

Starlink ersetzt keine Firewall, keine TI-Komponente und keine verschlüsselten Fachanwendungen. Besonders Cloud-PVS, TI-Zugang und Telefonie sind Ende zu Ende zu testen. Ein funktionierender Internetzugang beweist nicht, dass diese Dienste verfügbar sind.

Wie zuverlässig ist Starlink?

Hindernisse im Sichtfeld und kräftiger Niederschlag können Unterbrechungen verursachen. Hinzu kommen mögliche Hardware- und Anbieterprobleme. Der Montageort ist deshalb Teil des Konzepts, nicht nur eine Frage des Komforts. Einen pauschalen Geschwindigkeitswert garantieren wir für den Praxisstandort nicht.

Starlink nennt für Local und Global Priority ein SLA-Ziel von 99,9 % je vollständigem Abrechnungszeitraum und berücksichtigt dabei Ausfälle von mehr als einer Minute. Bei Nichterfüllung beschreibt die Hilfe eine Gutschrift von 20 % der wiederkehrenden Anschluss- und Datengebühren. Maßgeblich sind Vertrag, Messregeln und Ausschlüsse. Ein SLA verhindert keine Unterbrechung und ist kein Nachweis, dass eine Praxis im Katastrophenfall weiterarbeiten kann.

Tarif, Kosten und Betreuung auswählen

Vor einer Bestellung sind aktuelle Preise und Bedingungen für die konkrete Adresse zu prüfen. Die Produktseite enthält bewusst keinen pauschalen Komplettpreis: Hardware, Montage, Router, Akkukapazität und laufender Tarif müssen zusammen kalkuliert werden. Datenvolumen, mögliche automatische Nachbuchungen, Drosselung und Pausenregeln gehören in die Angebotsprüfung. Privatnutzungstarife nicht ungeprüft für eine Arztpraxis bestellen.

Alternativ zu einer direkten Beschaffung kann ein betreutes Angebot interessant sein. Die Telekom beschreibt seit Frühjahr 2026 „Satellite Internet Access by Starlink“ als Geschäftskundenlösung mit Leistungen rund um Installation und Betrieb. Leistungsumfang und Konditionen sind individuell zu prüfen; auch ein betreuter Anschluss benötigt eine eigene Stromplanung.

Für mehrere Tage: mehr als Terminal und kleiner Akku

Bei 120 W angenommener Gesamtlast benötigen allein die eingetragenen Verbraucher für 24 Stunden 2,88 kWh. Mit angenommenen Verlusten und Planungsaufschlag steigt die erforderliche Nennkapazität. Welche Geräte diese 120 W tatsächlich abdecken, ist zu messen. Ein mehrtägiger Betrieb erfordert entsprechend größere Reserven oder eine sichere, belastbare Nachladeplanung.

Internetreserve planen und Energiebedarf berechnen →

Quellen und Stand der Produktvorstellung

Recherche: 22.10.2026. Keine eigene praktische Produktprüfung und keine Zusage für die Eignung einer bestimmten Praxisinstallation. Die Abbildungen sind eigene schematische Illustrationen, keine Herstellerfotos. Starlink ist eine Marke des jeweiligen Rechteinhabers.

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